MidSommerland wird für 30 Mio. Euro modernisiert und saniert.

Foto MidSommerland Strömungskanal

Quelle: © Bäderland

Das Harburger Schwimmbad MidSommerland soll modernisiert und saniert werden. Im Rahmen dieser Arbeiten wird im westlichen Flügel der Anlage auch ein neues Schwimmbecken mit vier Bahnen à 25 Meter und einer 1-3 Meter Sprunganlage entstehen, welches das Sportangebot des Bades ergänzt. Dies hat die Umweltbehörde angekündigt. Der Harburger Bürgerschaftsabgeordnete und Schulpolitiker Matthias Czech (SPD) begrüßt diese Pläne: „Ich freue mich sehr, dass mit der Modernisierung unseres Harburger Schwimmbads Midsommerland nun auch den vielfältigen Wünschen aus dem Bezirk Rechnung getragen werden kann, und das Bad eine Erweiterung für den Schul- und Sportbetrieb erhalten wird.“

„Die Wasserflächen bei uns im Bezirk, auf denen Kinder und Jugendliche Schwimmen lernen können, sind schon seit Jahren knapp bemessen. Die Schulen müssen für den Schwimmunterricht mit ihren Schülerinnen und Schülern meist lange Anfahrten in Kauf nehmen. Trotzdem übersteigt die Nachfrage nach Schwimmzeiten für Schulen, Vereine und private Lernangebote das Angebot im Bezirk deutlich. Deshalb begrüße ich es sehr, dass der Senat jetzt die Weichen für ein erweitertes Schwimmangebot stellt und in Harburg investieren will. Ich freue mich darauf, dass die Bürgerschaft im Herbst dann die notwendigen Investitionen bewilligen wird.“

Im Bezirk Harburg besteht schon länger der Wunsch nach einer sportlich nutzbaren Erweiterung des Freizeitbades MidSommerland. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren der Schwimmunterricht von Bäderland, den Schulen und Vereinen pandemiebedingt sehr häufig ausfallen musste. Daher hat sich die Nachfrage nach Schwimmlernangeboten und Wasserzeiten stark angestaut. Dies hat z.B. auch dazu geführt, dass das Schwimmbad Süderelbe im Frühjahr für die Freizeitnutzung geschlossen und nur noch für Lern- Schul- und Sportangebote geöffnet wurde.

Während andere Bundesländer über die Schließung von Bädern diskutieren, modernisiert Hamburg mit der Alsterschwimmhalle, dem Schwimmbad Ohlsdorf und dem MidSommerland im großen Stil Bäder und errichtet neue Schwimmangebote. Das ist eine großartige Leistung des Hamburger Senats, findet Matthias Czech.

Abschließend sagte er: „Das MidSommerland wir zukünftig die Nachfrage nach Wasserzeiten von Schulen und Vereinen aus dem Harburger Zentrum und den Stadtteilen im Süden und Osten wie Wilstorf, Langenbek, Marmstorf, Eißendorf und Heimfeld abdecken können. Der Westen unseres Bezirks, Süderelbe, wird aber mit seinen Neubaugebieten kräftig wachsen und ebenfalls eine verstärkte Nachfrage nach Schwimmangeboten haben. Dies trifft auch auf unsere Nachbargemeinde Neu Wulmstorf zu. Daher dürfen wir das Kombibad, das gemeinsame Sport- und Freizeitangebot in Kooperation von Harburg und Neu Wulmstorf, nicht aus dem Auge verlieren. Nachdem die Machbarkeitsstudie zu diesem Badprojekt positiv war, werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass wir ein attraktives Schwimmangebot für den Süderelberaum im Entwicklungsgebiet Fischbeker Reethen bekommen werden.“

13Okt/20

Studie zum Kombibad in der Region Süderelbe veröffentlicht

Die Region Süderelbe ist mit den Neubaugebieten Vogelkamp, Fischbeker Heidbrook und Fischbeker Reethen eine der am stärksten wachsenden Regionen Hamburgs. Bis zu 14.000 neue Hamburgerinnen und Hamburger werden bis Mitte der 2020er-Jahre in die Region Neugraben-Fischbek ziehen und der Stadtteil wird damit auf 45.000 Einwohner anwachsen. Daher hatte die Bürgerschaft im Oktober 2018 den Senat beauftragt, den Bedarf für ein erweitertes Bade- und Schwimmangebot in der Region zu prüfen, zumal auch in der Gemeinde Neu Wulmstorf der Neubau eines Schwimmbades diskutiert wurde. Für diese Bedarfsprüfung und eine Machbarkeitsstudie wurden von der Bürgerschaft die nötigen Mittel bereitgestellt. Diese Machbarkeitsstudie liegt nun vor und wurde über den Beirat Neugraben-Fischbek veröffentlicht.

Der Neugrabener Bürgerschafts- und Wahlkreisabgeordnete für Süderelbe Matthias Czech (SPD), der diesen Bürgerschaftsantrag 2018 mitinitiiert hatte, erläutert: „Die Idee von Bezirksversammlung und Bürgerschaft war damals, den gleichzeitigen, absehbaren Bedarf nach einem größeren Schwimmbad der Region Süderelbe und unserer Nachbargemeinde Neu Wulmstorf zu nutzen, um ein gemeinsames neues Kombibad an der Landesgrenze zu bauen. Die Machbarkeit dieser Idee sollte vom Senat geprüft werden. Die Studie hierzu liegt nun vor und ich bin sehr erfreut über das Ergebnis. Diese stellt fest, dass ein Neubau, der die bisherigen 4 Bäder in Neu Wulmstorf und Neugraben ersetzt, von den Betriebskosten her deutlich wirtschaftlicher wäre als der Status quo. Untersucht wurde der Neubau eines Kombibades mit einem großen Sportbecken, einem Erlebnisbecken, einem Lehrschwimmbecken, einen ganzjährigen Außenbecken und mit, sowohl innen als auch außen, jeweils einem Wasserspielplatz.“

Die Studie prognostiziert für das neue Bad rund 240.000 Besucher pro Jahr. 100.000 Besucher davon kommen allein über Schulen und Vereine ins Bad. Die Wirtschaftlichkeit verbessert sich im Vergleich zu den vier Bestandsbädern in der Region um rd. 300.000 EUR jährlich. Dem gegenüber stehen allerdings die Baukosten von knapp 30 Millionen Euro. Der Neubau sollte auf Hamburger Gebiet an der Landesgrenze zu Neu Wulmstorf erfolgen und von Bäderland betrieben werden.

Matthias Czech schloss: „Ich finde, diese Studie eröffnet für unsere Region große Entwicklungspotentiale für den Sport- und Freizeitbereich. Wir sollten diese aufgezeigte Perspektive nutzen. Bäderland, die Bezirksversammlung, der Bezirk und die Gemeinde Neu Wulmstorf sollten jetzt schnell gemeinsame Gespräche führen. Dieses Kombibad könnte ein Modellprojekt in der Metropolregion sein und die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg aufzeigen. Auf dem langen Weg zu einen neuen Kombibad in Neugraben haben wir einen großen und entschiedenen Schritt gemacht.“