Der Harburger Bürgerschaftsabgeordnete und Verkehrspolitiker Matthias Czech kritisiert Ideen der Bezirksversammlung Harburg, die B73 auf zwei Spuren zurückzubauen und stattdessen Radwege und Fußwege zu verbreitern. Hintergrund ist ein Antrag der GRÜNEN in der Bezirksversammlung Harburg, der während der nächsten Bauarbeiten am Knoten Cuxhavener Straße (B73) / Waltershofer Straße Verkehrszählungen fordert. Diese sollen auf der B73 und den parallel verlaufenden Straßen der Neuwiedenthaler Straße, sowie den weiter nördlich gelegenen Straßenzügen An der alten Süderelbe und Hohenwischer Straße erfolgen. Während dieser Bauarbeiten wird der Verkehr auf der Cuxhavener Straße statt vierspurig nur zweispurig geführt werden. Die Daten der Verkehrszählungen sollen die Grundlage für eine mögliche Reduzierung der B73 auf zwei Spuren sein.

Matthias Czech sagt dazu: „Wir planen zurzeit eine Veloroute von Neu Wulmstorf bis ins Harburger Zentrum, die abseits, aber parallel zur B73 dem Fahrradverkehr eine attraktive Route aus dem Südwesten bis ins Harburger Zentrum bieten soll. Das Hamburger Veloroutenkonzept setzt auf gut ausgebaute Radfahrstrecken abseits der Hauptstraßen, um den Radfahrer mit möglichst wenig Lärm- und Abgasbelastung an sein Ziel zu bringen. Hier nun zu fordern, die B73 auf zwei Spuren zu verkleinern und dafür breite Radwege und Fußpflege anzulegen, ist kontraproduktiv und überdimensioniert. Die B73 ist eine sehr stark befahrene Straße, die den Verkehr aus dem Harburger Umland kanalisiert. Auch bei einer Verringerung auf 2 Spuren wird die Verkehrsmenge noch so groß sein, dass die Lärmbelastung und die Abbiegeverkehre aus den Nebenstraßen die Strecke für den Radfahrer wenig attraktiv macht. Eine Verringerung der Kapazität der B73 führt zusätzlich zur Verlagerung von Verkehren in parallele Straße. Wir müssen den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und eine attraktive Veloroute parallel zur B73 schaffen. So schaffen wir Anreize für Pendler, ihr Auto stehen zu lassen. Es bringt nichts, den Autoverkehr alternativlos in parallele Straßen zu verdrängen.“

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