Die Anlieger an der Este in Cranz staunten am vergangenen Montagabend nicht schlecht, als sie plötzlich Hochwasser im Vorgarten stehen hatten. Das Fluttor des Estesperrwerks war nicht geschlossen worden und so konnte das Elbwasser ungehindert in den Flusslauf und die Vorgärten fließen. Nun sind die Cranzer Anwohner sauer, weil ihnen von der HPA versprochen worden war, ab einem  Pegelstand von 2,80 Metern die Tore zu schließen. Der Pegelstand am Montag betrug aber knapp 2,90 Meter und die Tore blieben offen.

Der Neugrabener Bürgerschaftsabgeordnete  Matthias Czech zeigte sich verwundert: „Überflutungen und Hochwasserschutz sind hier bei uns im Alten Land ein sehr sensibles Thema. Da dürfen solche Pannen nicht passieren. Ich werde versuchen, abei den zuständigen stellen die Hintergründe herauszufinden. Alle Beteiligten müssen sich zusammensetzen, um sicher zu stellen, dass sich eine solche Situation in der Zukunft nicht wiederholt.“

Czech hat jetzt Kontakt zur Wirtschaftsbehörde aufgenommen. Er will sich dafür einsetzen, dass die Ursachen für diese Panne beseitigt werden und die für die Fluttore zuständige HPA die Anwohner zukünftig besser über Probleme und drohende Überflutungen informiert.

Czech sagte: „Es ist wichtig, dass die Anwohner das Vertrauen in den Hochwasserschutz nicht verlieren. Dazu muss die Ursache der Panne schnell gefunden und beseitigt werden. Auch über schnellere Informationswege zu den Anliegern muss nachgedacht werden. Da müssen in unserem Informationszeitalter kreative Lösungen gefunden werden.“

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