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Studie zum Kombibad in der Region Süderelbe veröffentlicht

Die Region Süderelbe ist mit den Neubaugebieten Vogelkamp, Fischbeker Heidbrook und Fischbeker Reethen eine der am stärksten wachsenden Regionen Hamburgs. Bis zu 14.000 neue Hamburgerinnen und Hamburger werden bis Mitte der 2020er-Jahre in die Region Neugraben-Fischbek ziehen und der Stadtteil wird damit auf 45.000 Einwohner anwachsen. Daher hatte die Bürgerschaft im Oktober 2018 den Senat beauftragt, den Bedarf für ein erweitertes Bade- und Schwimmangebot in der Region zu prüfen, zumal auch in der Gemeinde Neu Wulmstorf der Neubau eines Schwimmbades diskutiert wurde. Für diese Bedarfsprüfung und eine Machbarkeitsstudie wurden von der Bürgerschaft die nötigen Mittel bereitgestellt. Diese Machbarkeitsstudie liegt nun vor und wurde über den Beirat Neugraben-Fischbek veröffentlicht.

Der Neugrabener Bürgerschafts- und Wahlkreisabgeordnete für Süderelbe Matthias Czech (SPD), der diesen Bürgerschaftsantrag 2018 mitinitiiert hatte, erläutert: „Die Idee von Bezirksversammlung und Bürgerschaft war damals, den gleichzeitigen, absehbaren Bedarf nach einem größeren Schwimmbad der Region Süderelbe und unserer Nachbargemeinde Neu Wulmstorf zu nutzen, um ein gemeinsames neues Kombibad an der Landesgrenze zu bauen. Die Machbarkeit dieser Idee sollte vom Senat geprüft werden. Die Studie hierzu liegt nun vor und ich bin sehr erfreut über das Ergebnis. Diese stellt fest, dass ein Neubau, der die bisherigen 4 Bäder in Neu Wulmstorf und Neugraben ersetzt, von den Betriebskosten her deutlich wirtschaftlicher wäre als der Status quo. Untersucht wurde der Neubau eines Kombibades mit einem großen Sportbecken, einem Erlebnisbecken, einem Lehrschwimmbecken, einen ganzjährigen Außenbecken und mit, sowohl innen als auch außen, jeweils einem Wasserspielplatz.“

Die Studie prognostiziert für das neue Bad rund 240.000 Besucher pro Jahr. 100.000 Besucher davon kommen allein über Schulen und Vereine ins Bad. Die Wirtschaftlichkeit verbessert sich im Vergleich zu den vier Bestandsbädern in der Region um rd. 300.000 EUR jährlich. Dem gegenüber stehen allerdings die Baukosten von knapp 30 Millionen Euro. Der Neubau sollte auf Hamburger Gebiet an der Landesgrenze zu Neu Wulmstorf erfolgen und von Bäderland betrieben werden.

Matthias Czech schloss: „Ich finde, diese Studie eröffnet für unsere Region große Entwicklungspotentiale für den Sport- und Freizeitbereich. Wir sollten diese aufgezeigte Perspektive nutzen. Bäderland, die Bezirksversammlung, der Bezirk und die Gemeinde Neu Wulmstorf sollten jetzt schnell gemeinsame Gespräche führen. Dieses Kombibad könnte ein Modellprojekt in der Metropolregion sein und die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg aufzeigen. Auf dem langen Weg zu einen neuen Kombibad in Neugraben haben wir einen großen und entschiedenen Schritt gemacht.“

Bäderland: alle Bäder geöffnet

Schwimmbad Midsommerland

Quelle: Bäderland Hamburg

Bäderland hat zu Mitte September wieder alle Hallenbäder geöffnet. Der Harburger Bürgerschaftsabgeordnete Matthias Czech freut sich besonders für den Süden von Hamburg. Er sagte: „Es freut mich sehr, dass Harburg somit seine Schwimm- und Freizeitmöglichkeiten zurückerhalten hat. Das Midsommerland geht mit seinem kompletten Angebot an den Start. Das Erlebnisbecken und die Therme haben geöffnet und auch das überragende skandinavische Sauna-Angebot steht den Harburgerinnen und Harburgern wieder zur Verfügung.“ Continue reading

31Jan/20

Kritik an Bäderlands Haltung zum Kombibad Neugraben

5- Stimmen für Matthias CzechDie städtische Hamburger Bäderland GmbH hat sich gegenüber der Presse ablehnend zu einem neuen Kombibad in Süderelbe geäußert. Die Idee der Harburger Politik ist, in Kooperation mit der Gemeinde Neu Wulmstorf ein gemeinsames Kombibad am Stadtrand in Neugraben zu errichten. Dazu hat die Bürgerschaft im Oktober 2018 eine Machbarkeitsstudie beantragt. Der Neugrabener Bürgerschaftsabgeordnete Matthias Czech (SPD) kritisiert die Aussagen von Bäderland in der Presse scharf: „Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie liegt der Bürgerschaft noch nicht vor. Dass sich Bäderland und somit indirekt auch die Umweltbehörde, nun vorab gegen das Kombibad positionieren und zahllose Bedenken in der Presse streuen, empfinde ich als eine Missachtung des Parlaments. Wir wissen, dass dies kein einfaches Projekt ist. Deshalb haben wir auch erst einmal eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Jetzt gilt es, das Ergebnis der Studie abzuwarten und dieses dann auszuwerten. Wenn der Bürgerschaft das Studienergebnis vorliegt, beziehen wir auch gerne eine fachkundige Einschätzung von Bäderland hierzu in unsere Bewertung ein. Ich weiß, dass wir in Neugraben durch die Neubaugebiete Fischbeker Heidbrook und – Reethen gut 10.000 neue Bewohner im Stadtteil bekommen werden. Diese bringen auch ein Nachfragepotential für ein hochwertiges Badangebot mit. Zugleich hat die Gemeinde Neu Wulmstorf einen Sanierungsstau bei ihren beiden Bädern. Ein gemeinsames Kombibad hätte im Einzugsbereich Neugraben und Neu Wulmstorf ein Kundenpotential von fast 50.000 Menschen. Dass sich die GRÜNE Umweltbehörde nun vorab als Zweifler und Bremser positioniert, halte ich für unredlich. Sie sollte stattdessen auf unsere Nachbargemeinde Neu Wulmstorf zugehen und konkrete Möglichkeiten für eine Kooperation ausloten.“