Die Bürgerschaft hat beschlossen, finanzschwache Familien beim Erholungsurlaub zu unterstützen. Auf der letzten Bürgerschaftssitzung beantragten die Rot-Grünen Regierungsfraktionen, dass Hamburg das Bundesprogramm „Corona-Auszeit für Familien – Familienfreizeiten erleichtern“ sowohl organisatorisch als auch finanziell aufstocken soll. Der Harburger Bürgerschaftsabgeordnete und frühere Familienpolitiker Matthias Czech begrüßt diese Initiative ausdrücklich. Er sagte: „Der jährliche Familienurlaub zur Erholung ist für die meisten Familien eine Selbstverständlichkeit. Viele finanzschwache Familien, vor allem Haushalte mit nur einem Elternteil, können sich diesen Urlaub aber gar nicht mehr leisten. Die Corona Pandemie hat nun gezeigt, wie wichtig es für diese Familien ist, einmal aus ihrem beengten Alltag auszubrechen. Die erzwungene Abkapselung vom gewohnten sozialen Umfeld in Schule und Nachbarschaft während der Lockdowns und die beengten Wohnverhältnisse haben die Familien stark belastet. Um diese Belastung abzumildern, bieten sich die gemeinnützigen Familienferienstätten an, die zu den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe gehören. Sie bieten einkommensärmeren Familien preiswerte Urlaubsunterkünfte zusammen mit pädagogischen Angeboten in den Bereichen Gesundheit, Natur und Umwelt, musisches und kreatives Gestalten oder Sport. Mit unserem Antrag wollen wir Hamburger Familien verstärkt einen Urlaub in diesen Einrichtungen ermöglichen.“

Der Antrag von SPD und GRÜNEN unterstreicht, dass Familienurlaube eine bedeutende Komponente des Familienlebens seien. Die weitreichenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hätten den Alltag vieler Familien stark verändert und vor besondere Herausforderungen gestellt. Dadurch sei es vielen Menschen noch einmal überdeutlich bewusst geworden, was es bedeutet, das eigene Umfeld nicht mehr verlassen zu können. Ein Familienurlaub diene der gemeinsame Erholung und der Förderung von Gesundheit aller Familienmitglieder sowie der Stärkung der Familienbeziehungen durch gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen.

Der Antrag sieht vor, dass die Stadt mit Anbietern von Familienerholungsmaßnahmen Vereinbarungen abschließt, durch die Hamburger Familien an Erholungsreisen kostengünstig teilnehmen können. Diese Reisen sollen über die Hamburger Einrichtungen der Familienförderung, wie Elternschulen, Familienbildungsstätten, Kinder- und Familienhilfezentren, oder Mütterberatungen, bei den Familien beworben werden. Diese sollen auch die Bedürftigkeit der Familien überprüfen und sie dabei unterstützen, die entsprechenden Anträge zu stellen. Die Anreisekosten, die nicht über das Bundesprogramm finanziert werden, wird die Stadt bei Bedarf auch finanziell abmildern.

Matthias Czech sagte abschießend: „Gerade die Familien, die nicht auf Rosen gebettet sind, haben unter Corona besonders gelitten. Natürlich werden die negativen Folgen an Kindern und Eltern mit dieser Unterstützung nicht aufgehoben, aber eine kleine Auszeit und ein „Tapetenwechsel“ ist oft eine große Hilfe gegen die Enge und Bedrückungen der vergangenen Zeit. Die neuen Freiheiten sollen sich alle leisten können. Wir schaffen mit der „Corona-Auszeit“ ein Stück Gerechtigkeit. Das ist mir persönlich sehr wichtig! Wenn Sie deshalb Fragen zur „Corona-Auszeit“ haben oder Unterstützung bei der Beantragung brauchen, scheuen Sie nicht, sich an mich und mein Büroteam zu wenden.“